Land & Leute

Flagge der Dominikanischen RepublikDie Dominikanische Republik (span. República Dominicana, von Europäern auch oft DomRep, Domi oder Dom genannt) ist ein Inselstaat und liegt auf der Insel Hispaniola östlich von Haiti, zwischen dem Atlantik und der Karibik. Die Staatsangehörigen heissen Dominikaner. Die Dominikanische Republik ist nicht zu verwechseln mit Dominica (deren Staatsangehörige Dominicaner heissen).


Bevölkerung

Die Bevölkerung stammt im Wesentlichen von frühen europäischen Einwanderern überwiegend spanischer Herkunft und von afrikanischen Sklaven ab. Im Gegensatz zu Haiti stellten die Sklaven nicht den Grossteil der Bevölkerung. Im Jahre 1790 waren von 125.000 Einwohnern 15.000 Sklaven.

Bevölkerungsminderheiten:

Offiziell leben rund eine halbe Million Menschen haitianischer Herkunft in der Dominikanischen Republik dar, dazu "illegal" etwa eine weitere halbe Million Haitianer.

In Sosúa liessen sich zur Zeit des 2. Weltkriegs rund 600 deutsche Juden nieder.

In den Bergen der "Cordillera Central" bei Constanza gibt es eine japanische Kolonie (zu erkennen besonders im Ortsnamen "Colonia Japonesa"), ferner einige Ungarn-stämmige Menschen.

Besonders Städte und Orte in der Nähe touristischer Gegenden (z.B. Puerto Plata, Sosúa, Cabarete, Río San Juan, Samaná und Las Terrenas) haben bis zu ca. 20% Bewohner mit Herkunft aus den USA, Kanada und Europa, teilweise auch Exilkubaner, Chilenen und weitere Nationalitäten.


Sprache

Die Landessprache ist Spanisch. In der Dominikanischen Republik leben viele Menschen haitianischer Abstammung, die haitianisches Kreolisch und teilweise auch Französisch sprechen. Im Nordosten des Landes lebt in der Stadt Samaná eine englischsprachige Minderheit von etwa 8.000 Menschen. Es handelt sich hierbei um Nachfahren ehemaliger Sklaven der USA, die sich 1824 hier niederliessen. Ebenfalls im Süden (San Pedro de Macorís) gibt es eine englischsprachige Minderheit. Von dem in Spanien gesprochenen Spanisch (Castellano) weicht die Sprache in der Dominikanischen Republik vielfach ab und hat einige Ausdrücke und Redewendungen aus dem Spanischen der Kolonialzeit beibehalten. Andererseits ist die Sprache stark durchmischt mit anglo-amerikanischen Ausdrücken. Weiterführende Informationen dazu im Artikel Dominikanisches Spanisch.


Kauderwelsch, Spanisch für die Dominikanische Republik Wort für Wort

Religion

Der Katholizismus ist in der Dominikanischen Republik nach einem Konkordat mit dem Vatikan Staatsreligion. Auch wenn Religionsfreiheit besteht, gehörten so noch Ende der 1980er Jahre über 90% der Bewohner der römisch-katholischen Kirche an, die in eine Erzdiözese, 8 Diözesen und 250 Gemeinden gegliedert ist. Von den über 500 katholischen Geistlichen im Land gehörten ca. 70% unterschiedlichen Orden an. Noch heute geben aktuelle Quellen der US-Regierung einen Anteil von ca. 95% Katholiken an. Das deutsche Auswärtige Amt gibt in seinen Veröffentlichungen Anteile von ca. 75% Katholiken; 4% Protestanten; je 1,5%, Adventisten und Zeugen Jehovas, 2% Sonstigen und 16% ohne Religionszugehörigkeit an.

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